Siechfred Noetigenfalls: Opel Blitz Umbau

Opel Blitz Umbau

Opel Blitz 1:32

Nach dem Umbau




Vor dem Umbau


Umbau
Der LKW wird umgewidmet vom Heerestransporter zu einem Kohlenlastkraftwagen. Diese Fahrzeuge waren in der Regel ihrem schmutzigen Umfeld entsprechend dunkel gehalten.
Nach meinen Recherchen gab es sowohl schwarze als auch ins schwarz/grau tendierende Farbgebungen.
Experimente mit der Farbe Schwarz ergaben, dass einige Details nicht zur Geltung kommen. Aus diesem Grund verwende ich ein dunkles Grau.
Im Gegensatz zu einer schwarzen Lackierung kommen durch den Lichteinfluss zum Beispiel die Luftauslassbleche an der Motorhaube besser zum Vorschein.
Zur Anwendung kommt Anthrazitgrau (RAL 7016). Diese Farbe war u.a. die Tarnfarbe der Wehrmacht.

Leider ist die Herstellerfirma 21st Century Toys pleite. Somit ist jeder gut beraten, sich mit Restbeständen dieser Fahrzeuge einzudecken.
Noch sind einige Wenige erhältlich (Aktualisiert - denkste, der Markt ist leergefegt).
So schnell werden wohl in diesem Maßstab keine so schönen und preiswerten Modelle am Markt erscheinen.

Der Opel Blitz von 21st Century Toys ist zwar ein sehr schönes und detailliertes Modell, hat aber einen Makel: Die Maultierkotflügel.
Das ist wohl dem Umstand zu verdanken, dass die Herstellerfirma das Fahrerhaus sowohl für das Maultier als auch für den normalen Blitz konzipiert hat.

Damit nicht die Original LKW beschädigt werden (der Umbau ist schließlich Neuland für mich) wurden zwei sehr preiswerte Maultiere angeschafft.
Als erstes wird nun der Kotflügelteil vom Maultier zurückgebaut. Das heißt, mit der Miniflex den Kotflügel einschneiden und die angeschnittenen Teile herausbrechen.
Danach die Bruchstellen verschleifen. Das Gehäuse ist im Zinkdruckgussverfahren hergestellt. Zink lässt sich gut bearbeiten und somit geht die Arbeit recht schnell voran.

Im Bild oben zu sehen: Links das Original (rot umkreist der zu entfernende Kotflügel), rechts der entfernte Kotflügel.
Arbeitszeit ca. 2 Stunden (Komplett für beide Seiten inkl. Abbau Scheiben, Türen, aufdremeln Motorabdeckung u.s.w.).

Aufmaß/Anpassen des fehlenden Stückes an der Tür (1 mm Polystyrolplatte)

Angeklebt mit Sekundenkleber - hält wie verschweißt

Mit Grundierung versehen. Zeigt unifarben besser die Stellen an, die es zu verschleifen und verspachteln gilt. Des Weiteren dient es als Haftgrund für den Spachtel.

Verspachtelt und geschliffen. Die vermeintliche ungleiche Materialstärke täuscht.

Vor dem Lackieren mit 1000er Schleifpapier geglättet bzw. aufgeraut und mit Standardlack aus dem Baumarkt lackiert.
Die Türklinke wurde silbern glänzend geschliffen. Beide Türen beanspruchten zusammen ca. zwei Stunden Arbeitszeit (ohne Trockenzeiten)

Aus einer 1 mm Polystyrolplatte wird das fehlende Stück Trittbrett und die Gehäuseaussparung geschnitten und im rechten Winkel mit Sekundenkleber fixiert. Arbeitszeit ca. 45 Minuten (Komplett für beide Seiten).

Verklebt und grob verspachtelt. Arbeitszeit ca. 15 Minuten (Komplett für beide Seiten).

Geschliffen und lackiert. Arbeitszeit ca. 30 Minuten (Für beide Seiten und Lack für das komplette Fahrerhaus).

Man kann zwar die Motorhaube öffnen, allerdings befindet sich darunter der recht grob modellierte Motor.
Ergo, die Klappe bleibt zu. Dadurch werden nun auch nicht mehr die arg ausgeprägten Scharniere benötigt. Zuerst die Motorhaube zerlegen.

Die Scharniere abbrechen und die Bruchstellen schleifen. Unter dem Mittelteil wird ein Plastiksheet verklebt.
Dieses dient als Stütze für die Spachtelmasse, welche die rechteckigen Aussparungen verfüllt.

Verspachtelt und lackiert. Im Nachhinein wurde mir bewusst, dass man sich das Spachteln und Schleifen erspart, in dem man das Mittelstück aus Polystyrol nachbildet.
Zu spät. Allerdings muss man sagen: Spachteln macht Spass.

Brikett 60 Record (1900 bis ca 1970)

Streichholz zum Größenvergleich

50 Sack

Sud aus Malzkaffee und ein wenig Spülmittel zum einfärben der Säcke

Rechts: Sack gefärbt und getrocknet (nicht ganz farbtreu - die tatsächliche Farbe ist auf dem Bild unten zu sehen)

Säcke befüllt mit Schnipseln von Papiertaschentüchern - obere Schicht Briketts - danach etwas mit schwarzen Pigmenten gepudert

Die Bordwände der Ladefläche wurde um drei Bretter gekürzt.

In Corel Draw werden die Vorlagen für die Abziehbilder erstellt.

Hier ein Auszug aus der erstellten Datei. Die kleinen Buchstaben weisen eine Höhe von 1,55 mm auf.
Nehmt einmal ein Lineal zur Hand und führt euch 1,55 mm vor Augen oder druckt Schrift mit einer Auflösung von 7 Punkten aus :-)

Die zu erstellenden Abziehbilder sollen eine weiße Schrift auf transparentem Grund aufweisen.
Da fast keiner einen Drucker im Besitz hat, der die Farbe Weiß drucken kann, gibt man den Druck in Auftrag. Zurück erhält man einen Bogen mit weißer Schrift auf weißem Papier :-/
Das fotografisch festzuhalten ist fast unmöglich. Mit einigen Lichteinstellungen und ein wenig Schummeln in Photoshop ist es dennoch einigermaßen sichtbar zu machen.

Die Abziehbilder wurden von mir klassisch aufgebracht. Einige Sekunden im Wasser (mit einigen Tropfen Spülmittel versetzt, um dem Wasser die Oberflächenspannung zu nehmen) eingeweicht und dann auf das Objekt geschoben.
Etwas mit einem Ohrtupfer getrocknet und geglättet und über Nacht trocknen lassen.
Trotz der vorherigen Oberflächenbehandlung mit 2 x Hochglanzlack, bilden sich kleine weiße Flecken.
Die verschwinden dann aber bei der endgültigen Versiegelung mit Mattlack.
Auf dem Bild kommt die Schrift etwas ‚suboptimal’ rüber. Allerdings ist das eine Makroaufnahme.
Von denen weiß man ja, dass sie gnadenlos alles verfälschen, was man später subjektiv ohne Lupe wahrnimmt.
Zu sehen sind auch die Schnittkanten des Abziehbildes. Diese verschwinden weitestgehend bei der abschliessenden Behandlung mit Pigmenten.

Die Reifen wurden mit Revell schwarz gestrichen (Ich hoffe, die lösungshaltige Farbe zerstört nicht über die Zeit die Gummireifen).
Danach wurden die Reifen, wie im Übrigen auch der Rest des Lastkraftwagens, mit Mattlack aus dem Baumarkt versiegelt.

Zum Schluss erfuhr der komplette Wagen eine dezente Alterung mit Pigmenten.
Da in der Epoche 2 die Opel frisch auf den Strassen vorzufinden waren, verzichtete ich auf diverse Rost- und andere Alterungsorgien.

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